Das Diarium enthält in loser Folge Hinweise und Tipps für Autoren und Self-Publisher.
Es handelt sich lediglich um Gedanken und Ideen – ohne Gewähr und ohne Haftung.


Zur leichteren Orientierung sind die Texte nach Kategorien farbig hinterlegt: 
Leben als Autor: mittelblau
Tipps zur Manuskripterstellung: hellblau. 
Literatur: weiß
Sonstiges: dunkelblau

Allen Leserinnen und Lesern ein gutes und glückliches neues Jahr 2024!

Vorbereitungen für Lesetour 2024

28.12.2023


Man muss sich Ziele setzen und sie am besten visualisieren. 2024 soll es auf eine kleine Lesetour mit "Nachrichten an die Zukunft" gehen. Das Musterplakat ist schon mal fertig für den Einsatz ...

"Nachrichten an die Zukunft" ist erschienen.

05.12.2023


Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, wenn ein Buch erscheint - krönender Abschluss von viel Arbeit. Es ist geschafft! Freude pur, und ja, auch ein bisschen Stolz.
Und jetzt folgt die Frage: Wie werden die Leserinnen und Leser es aufnehmen?

Nach dem Buch ist vor dem Buch

02.12.2023

Nachdem die Arbeit an meinem neuen Buch abgeschlossen ist, geht's an das nächste: in den letzten Jahren sind nebenher einige Kurzgeschichten entstanden, die ich nun in eine zweite, erweiterte Auflage von "Als Eva den Apfel nicht pflückte" packen will. Der Band ist laut Amazon mein beliebtestes Buch – mit den neuen Geschichten wächst es dann voraussichtlich fast auf den doppelten Umfang an. 

Leseempfehlung: H. G. Wells, The Door in the Wall (1906)

29.11.2023

Ein Junge gerät durch eine Tür in einer Mauer in eine ganz fremde, wunderbare Welt, kehrt jedoch zurück in sein normales Leben. Doch die Tür in der Mauer lässt ihn sein Leben lang nicht los, und er sieht sie mehrmals an anderen Orten wieder, wie eine Glücksverheißung, die sich ihm von Zeit zu Zeit entgegenstellt. ...  

Eine wunderbare Kurzgeschichte von H. G. Wells, von dem die meisten eher "Der Krieg der Welten" oder "Die Zeitmaschine" und etliche andere kennen. Ich habe sie vor über 40 Jahren gelesen und jetzt einmal wieder, und sie ist immer noch etwas Besonderes – daher hier also eine kleine Empfehlung; es gibt die Geschichte mittlerweile auch als E-Book und manchmal kostenlos.

Selfpublisher: Pflichtexemplare beachten

31.10.2023

Nicht vergessen: in aller Regel sind in Deutschland von neuen Publikationen Pflichtexemplare an die Deutsche Nationalbibliothek (und übrigens ggf. auch an die jeweilige Landesbibliothek) zu liefern. Einzelheiten zum Verfahren, den gesetzlichen Grundlagen, zum Modus der Abgabe usw. finden sich auf den Seiten der DNB↗. Auch zum Thema „Netzpublikationen“ (u.a. E-Books) gibt es dort Ausführungen. 

Typographie: Anführungszeichen " oder „“ oder » « ?

29.09.2023

Achja, die Anführungszeichen ... auch sie ein Quell steter Verwirrung.
Es gibt auf der Tastatur üblicherweise folgende Zeichen:

" bei der Taste 2 (oft für Anführungszeichen verwendet, steht aber immer hochgestellt in der Zeile, wenn die Textverarbeitung es nicht automatisch umformatiert: "Test")

´ und ` rechts von ß (für Akzente geeignet)

' oberhalb der Raute neben Enter (es handelt sich nicht um ein einfaches Anführungszeichen, auch nicht um das Auslassungszeichen/Apostroph, sondern um ein Ersatzzeichen für das Auslassungszeichen)


Im Buchdruck verwendet man einfache und doppelte Anführungszeichen. Die Anführungszeichen sollen aber eben nicht einfach hochgestellte Striche darstellen, sondern sind anders aufgebaut: deutsche Anführungszeichen bestehen aus einer Art Punkt mit Strich und  beginnen vorne unten und enden hinten oben. Wenn der Browser mitmacht, müsste es nachfolgend stimmen: 

„Zitat“

Häufig finden sich in Büchern französische Guillemets, also jene "Doppelspitzen", die ein Zitat umrahmen (sie sind die ursprünglichen Gänsefüßchen gewesen, weil sie an einen Fußabdruck einer Gans erinnern).  Zur weiteren Verwirrung: in manchen Ländern zeigen die Spitzen nach außen, in anderen nach innen zum Zitattext ( » «  oder  « » ).
Ob man nun deutsche oder französische Anführungszeichen verwendet, ist wohl jedem selbst überlassen.
Guillemets lassen sich in manchen Textverarbeitungen automatisch als Ersatz für das Zeichen " einstellen. Ansonsten bekommt man sie durch die Kombination von Alt-Taste und 0171 bzw. 0187 (Zahlen auf dem Zehnerblock, die Zahlen in der oberen Tastaturreihe funktionieren hier nicht).
Die deutschen Anführungszeichen erzeugt man mit Alt-0132 bzw. -0147.

Wenn wir schon gerade dabei sind: Das Auslassungszeichen wird typografisch korrekt durch ’ (Alt-0146) dargestellt und sieht aus wie ein Hochkomma, nicht wie ein gerader Strich. 

Wer sich tiefer in die Materie einarbeiten will, dem sei zum Einstieg der Wikipedia-Artikel "Anführungszeichen" empfohlen.

Umgang mit Rezensionen

26.09.2023


Da ist es also fertig, das eigene Werk. Lange haben wir daran gearbeitet. Herzblut steckt darin, viele Gedanken und gewissermaßen ein Teil von uns. Jetzt also! Hinaus in die Welt!
Es ist eine Welt, die nicht so tickt, wie wir. Das ist uns klar. Es werden Leserinnen und Leser darunter sein, die andere Erwartungen haben, die das Buch oder die Geschichte nicht gut finden.
Und schlimmer noch: die meisten geben kein Feedback. Sie schreiben nicht, was ihnen nicht gefällt, sondern sie geben anonym ein paar Sterne weniger, vielleicht nur drei, oder zwei oder gar nur einen. Unser Text wird verglichen mit dem, was er oder sie bereits gelesen hat. Oder man schreibt noch einen Kommentar, der so nichtssagend wie vernichtend ist. Da kann es schnell passieren, dass unser Text im Ranking absinkt. So also funktioniert der Online-Buchmarkt.
Mein Rat: Grämen Sie sich nicht. Leider ist die Zahl der Menschen, die schreiben, dass ihnen etwas nicht gefallen hat, sowieso viel höher als die Zahl derer, die schreiben, dass ihnen etwas gefällt. Unmut drückt sich meistens leichter aus als Lob. 
Davon abgesehen: vielleicht ist Ihr Text wirklich nicht für alle. Vielleicht ist er sogar nur für Sie geschrieben? Und es gibt nur wenige, die ihn genauso sehen.
So oder so ist entscheidend: glauben Sie an den Text, so wie er ist? Dann lassen sie ihn, wie er ist, und nehmen hin, dass es Menschen gibt, die nichts damit anfangen können. Wenn Sie selbst etwas damit anfangen können, ist alles richtig.

Typographie: Bindestrich versus Gedankenstrich

15.09.2023


Heutzutage ist man es gewohnt, in einem Text bei Trennungen, Gedankenstrichen, Bindestrichen zwischen Wörtern usw. schlicht die Taste "-" (Minus) auf der Tastatur zu drücken. Das ist bequem, aber typographisch falsch. Der klassische Buchdruck unterscheidet zwischen etlichen, mehr oder weniger langen Strichen. Leider lässt sich das im Web nicht immer korrekt darstellen, aber grundsätzlich tut es Ihren Büchern gut, wenn Sie versuchen, unterschiedliche Formen zu verwenden:
Das "Minus" auf der Tastatur ist für den Bindestrich geeignet, z. B. zwischen Wörtern (Alt-Taste, Berlin-Marathon, Druck-Erzeugnis, Drucker-Zeugnis).
Für einen Gedankenstrich braucht es dagegen ein längeres Zeichen. In Libre Writer z. B. erzeugt man dieses, indem man einfach zwei "Minus" auf der Tastatur eingibt, daraus macht die Software dann einen langen Gedankenstrich. Andere Programme haben andere Eingabemethoden, z. B. die Kombination von Strg und dem Minus-Zeichen auf der Zehnertastatur.
Was fast immer funktioniert: die Eingabe über den Zeichencode. Unter Microsoft Windows halten Sie die "Alt"-Taste gedrückt und geben auf der Zehnertastatur einen Zahlencode ein.
Für den Gedankenstrich ist das Alt-0150: –.
Der Trennstrich auf der Tastatur ist kürzer: -
Es gibt noch weitere Unterscheidungen. Wer als Autorin oder Autor tiefer einsteigen möchte, dem empfehle ich einfach mal die Wikipedia-Artikel zu "Bindestrich", "Gedankenstrich" etc.

Tipp: wer tatsächlich alle Gedankenstriche über Zahlencodes eingeben muss, sollte beim schnellen Schreiben einfach ein Minus und eine Raute setzen, also -# und dann am Ende durch automatisches Ersetzen diese -# durch den Gedankenstrich ersetzen – das geht schneller, als es jedes Mal von Hand einzugeben.